Zum Inhalt springen

Artikel aus der Kategorie ‘Marke’

Deutsche Werbung für Türken übersetzen? Unsinn. #Ethnomarketing

“Wenn wir Türken Liebe sagen, meinen wir eigentlich Sex.”

Ein Satz, den ich von meinem deutschen Umfeld ziemlich oft zu hören bekomme, seitdem Ay Yildiz mit ihrer “Sadece für Dich” Kampagne so erfolgreich gewesen ist.

Dieser Satz kommt im Werbespot übrigens nicht vor, aber er beinhaltet einen wahren Kern. Die Bedeutung der Begriffe ist bei Türken häufig eine andere als bei Deutschen.

Nehmen wir die “einfachen” Beispiele wie “Ehre” und “Stolz.” Während ein Deutscher “nur Stolz auf die eigene Leistung empfinden kann”, ist es für den Türken selbstverständlich beispielsweise auch stolz auf die eigene Nation zu sein.

Weiterlesen

Marketing – (m)eine Definition: Strategische Markenausrichtung und deren Umsetzung in der operativen Markenführung

Bevor wir über Social Media Marketing sprechen, möchte ich heute meine Definition des Begriffs “Marketing” erläutern.

Unter Marketing verstehe ich “marktorientierte Unternehmensführung.” Da es eine Vielzahl von Definitionen gibt, möchte ich kurz darstellen, was ich konkret darunter verstehe.

Weiterlesen

Social Media Marketing 2012 – Einleitung

Wenn man das Glück hat, über Themen zu forschen, die einen auch privat interessieren, kann man sich sehr glücklich schätzen. Ich zähle mich zu diesen glücklichen Menschen. Heute werde ich über Social Media Marketing schreiben, und meine ganz persönliche Sichtweise darstellen, und damit die Grenze aus beruflichem und privatem verwischen.

Seit 1995 treibe ich mich täglich im Internet herum. Ich habe dort geflirtet, Freunde fürs Leben gefunden und virtuelle Kriege geführt. 9/11 habe ich im Chat mit mehr als 5.000 Nutzern gleichzeitig verfolgt und kommentiert, der Fernseher blieb schon damals aus.

Weiterlesen

Markenkampagne “Sadece für Dich” von Ay Yildiz – Fluch oder Segen?

Kennst Du die Giotto Werbung? Eine gut aussehende Frau, sitzt irgendwo in Italien, erzählt irgendwas auf italienisch und isst dabei Giotto. Die YouTube Kommentare sind sehr schön:

- “erinnert an Urlaub”
- “tolle Frau”
- “ich liebe Giotto”

Die Kommentarfunktion auf YouTube der aktuellen Ay Yildiz Kampagne (“Sadece für Dich”) musste jedoch wegen rassistischen Äußerungen geschlossen werden.

Wer die Kampagne nicht kennt, hier eine wirklich kurze Inhaltsangabe: Weiterlesen

Was innen nicht brennt, kann außen nicht leuchten

Die Praxiskonferenz Brand Inside 2011 von LEA und SWOP Media in Berlin ist nun schon fast zwei Wochen her (Anmerkung: dieser Artikel wurde ursprünglich am 03.07. in meinem alten Blog veröffentlicht). Die Erinnerungen daran und meine Take-Aways sind aber noch ganz frisch.

Insgesamt habe ich elf Vorträge / Workshops besucht und sehr viele, sehr interessante Personen kennengelernt. Es wurden schon etliche Berichte und Blogs darüber geschrieben, daher möchte ich darauf nicht weiter eingehen.

Beruflich konnte ich aus jedem Vortrag etwas ziehen: entweder aus Sicht eines Markenberaters, eines Marktforschers oder als Markenbotschafter meines eigenen Unternehmens bzw. meiner Branche.

Aber auch persönlich haben mich zwei Vorträge sehr begeistert:

Der Vortrag von Robindro Ullah (Deutsche Bahn):

„Mein Leben als Markenbotschafter“

war einfach klasse. Ich kann nicht sagen, dass ich dort etwas Großartiges gelernt hätte, aber es war schön, die alltäglichen Probleme eines Markenbotschafters aus erster Hand zu hören. In meiner Rolle als Xpert Ambassador zum Thema Marktforschung auf XING konnte ich viele der geschilderten Probleme nachvollziehen.

Ich trete auf XING nicht direkt im Namen meiner Arbeitgeber auf, aber so 100%ig lässt sich das nicht vermeiden.

Vermutlich empfand ich den Workshop mit Herrn Loewa von Daimler daher auch so inspirierend. Er berichtete dort, unter Anderem, über die Social Media Guidlines von Daimler.

Paragraph 1 (frei zitiert) liest sich: „Wir möchten, dass sich unsere Mitarbeiter in Social Media engagieren.“

Eine Aussage, die ich mir so klar und deutlich formuliert auch von meinem Arbeitgeber wünschen würde. Es gibt zwar kaum Widerrede, aber es fehlt den Mitarbeitern (den anderen vermutlich noch mehr als mir!) an Orientierung: was darf man sagen, was soll man sagen, was soll man auf gar keinen Fall sagen? Wo soll man was sagen? Wo soll man besser nichts sagen?

Ich schätze meinen CEO bei Ipsos sehr und bin sicher, dass er sich diesem Thema noch in diesem Jahr annehmen wird.

Markenbotschafter, das ist genau mein Ding

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.